Garten & Blumen Meisterwerkstatt MJH Posch

Gartentipps Sommer

Wir liefern ausBalkonblumen jetzt richtig pflegen und düngen

Pflege:

Das sie auch mit ihren Balkonblumen im August bis in den Frühherbst eine Freude haben, sind Pflegearbeiten notwendig. Bei der Balkonblumenpflege sollte man immer genug gießen. Es soll dann gegossen werden, wenn es die Pflanze braucht. Der beste Zeitpunkt ist der Morgen, weil dann die Pflanze mit einem Wasservorrat in die heiße Tageszeit gehen kann. Wenn das nicht möglich ist, kann auch am späteren Nachmittag gegossen werden. Allerdings sollten die Blätter bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder abgetrocknet sein, da sonst günstige Voraussetzungen für Pilzkrankheiten gegeben sind.

Gerade in der heißen Jahreszeit, wo die Pflanzen viel Wasser brauchen, ist die Ernährung dieser besonders wichtig. Ein „Zuviel“ ist ebenso schädlich wie ein „Zuwenig“. „Hungrige“ Balkonpflanzen sind z.B. Pelargonien, Surfinien, Bidens, usw. „Genügsam“ dagegen sind Fleißiges Lieschen, Zauberglöckchen, u.a.

 Bereits verblühte Blüten und vertrocknete Triebe sollten entfernt werden. Dies beugt auch Pilzerkrankungen vor. Solche Kulturarbeiten bringen noch einen Vorteil, man ist ständig bei bzw. zwischen den Pflanzen und kann Krankheiten oder Schädlinge leichter erkennen. Stören zu stark wachsende Pflanzen die Wuchsverhältnisse im Balkonkisterl, so kann auch einmal zur Schere gegriffen werden. Selbstverständlich stehen wir ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Düngung:

Wenn es im Sommer heiß wird und wir den wohltuenden Schatten suchen oder Abkühlung im eigenen Schwimmbad, das eingebettet in einer Oase aus Blüten steht, sollten wir auch an unsere bunten Lieblinge denken. Auch sie leiden unter der Hitze. Aber sie können nicht in den wohltuenden Schatten, sie müssen fest verwurzelt ausharren und auf unsere Hilfe warten. Während wir zum Kühlschrank schreiten und uns ein erfrischendes Getränk und dazu ein gut belegtes Brot holen, blicken unsere pflanzlichen Mitbewohner sehnsüchtigst mit hell aufleuchtenden Blüten auf uns. Könnten sie sprechen würde es in manchen Gärten und Terrassen ganz schön laut zugehen. „Gib mir auch was“ könnte es lechzend von der „Grünen Sonnenterrasse“ klingen. „Vergiss nicht ich hab auch Hunger, es ist ja so heiß und meine Blätter und Blüten brauchen so viel Energie!!“ Wenn es einmal so weit ist, kann es vielleicht schon zu spät sein. Oder aber schon die letzte Möglichkeit den Pflanzen-Defibrillator oder in Pflanzensprache übersetzt, die Gießkanne zu schwingen. Aber Vorsicht, nicht in der prallen Sonne über das Pflanzenkleid gießen, sondern nur auf die Erde. Aber am besten wäre es natürlich wenn man schon in der Früh ans Gießen bzw. Düngen, denken würden. Denn beim Gießen fängt die richtige Pflege einer Pflanze an. Hierbei gibt es keine genauen Angaben zu Zeit oder Menge, diesen müssen wir schon selber finden. Zu unterschiedlich sind die Pflanzen untereinander und ihre verwendeten Standorte. Zu ungleich sind auch Einflüsse wie Wind, Regen und Sonne. Erschwerlich kommt dann noch der Umstand der oft zu kleinen Pflanzen-Schuhen, sprich in Pflanzensprache Töpfe und Gefäße. Denn im Juli und August haben meist die Wurzeln die Überhand über die Erde bekommen. Soll heißen, es ist zu wenig Speicherplatz für Nährstoffe vorhanden. Das heißt wiederum wir sind gefordert und müssen noch genauer mit dem Füttern bzw. Düngen sein. Aber Halt! Nicht auf trockenen Substratboden düngen! Das wäre so, als würden wir Menschen 12 Stunden ohne Sonnenschutz in der Sonne braten. Verbrennungen wären die Folge. Also immer mit den Fingern erspüren ob die Erde wohl feucht ist, erst dann kommt der Dünger. Bedenke: Nur gut genährte Pflanzen beschenken uns mit einem prachtvollen Blütenkleid. Ein weiterer Garant für den Erfolg bei unseren Sommerblühern sind nicht nur gesunde starke „Blumenschmuckgärtner-Pflanzen“ sondern auch die richtige Wahl der Blumenerde. Unsere „Blumenschmuckgärtner-Erde“ ist bereits mit Dünger angereichert, so dass die Pflanzen in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen ohne zusätzliche Nährstoffe auskommen. Die meisten Balkonblumen sind aber sehr nährstoffbedürftig und brauchen bald Nachschub. Der Nährstoffvorrat in der „Blumenschmuckgärtner-Erde“ ist nach ca. vier bis sechs Wochen größtenteils verbraucht. Dann sollte mit dem regelmäßigen Düngen begonnen werden. Verwenden Sie hierzu am besten unseren „Blumenschmuckgärtner-Volldünger“ ein bis dreimal wöchentlich, dies ist abhängig von der Pflanzenmasse ihrer Lieblinge. Die Dosierung ist auf der Packung angegeben. Für Fragen rund um die Pflanzenernährung steht ihnen das Profi-Team bei ihrem Blumenschmuckgärtner gerne Rede und Antwort.

Eine oft gestellte Frage dabei ist: Welcher Dünger ist der Beste, welchen soll ich verwenden? Einen mineralischer Dünger, Langzeitdünger, Flüssigdünger, Düngesalz und Düngestäbchen oder soll ich Dünger mit Guano, Hornspäne oder Knochenmehl anwenden?

Es gilt der Grundsatz: Jeder Dünger ist so gut wie seine Anwendung!

Mineralische Dünger, dazu zählt auch der Volldünger, auch NPK – Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) – genannt. Sie enthalten alle Kernnährstoffe sowie auch sogenannte Spurenelemente. Der Vorteil beim Volldünger liegt eindeutig in der einfachen Handhabung, und dem hohen Anteil der darin enthaltenden Nährstoffe. Diese gibt es sowohl als Flüssigdünger und als Düngesalz. Bei diesen mineralischen Düngern gibt es zahlreiche Spezialdünger, die ganz besonders auf den Nährstoffbedarf der verschiedenen Pflanzen ausgerichtet sind. Spezialdünger werden extra für Rosen, Rasen, Beeren und den verschiedensten Blumenarten angeboten.Sie haben die Eigenschaft von den Pflanzen sehr schnell aufgenommen zu werden, und können aber leicht bei Überdosierung auch Schäden anrichten. Also bitte auf die Dosierung achten!

Langzeitdünger wird gleich beim Bepflanzen der Kisten und Tröge miteingearbeitet. Bei Flächenbepflanzungen wird der granulierte Dünger gleichmäßig in die Fläche eingearbeitet. Verwendet wird bei Balkonblumen meist der 3-bis4Monate Langzeitdünger. Da die Nährstoffe bei Langzeitdünger temperaturabhängig abgegeben werden, kann es sein das unsere Pflanzkübel und Blumenkästen in den Sommermonaten regelmäßig nachgedüngt werden müssen.

Sogenannte Naturdünger wie Hornspäne, Guano oder Knochenmehl haben den nützlichen Nebeneffekt, dass sie auch den Boden ein wenig auflockern. Wobei diese Dünger einen relativen niedrigen Nährstoffgehalt aufweisen. Sie enthalten als Pflanzennährstoff lediglich Stickstoff – etwa 14% – und eine Winzigkeit – unter 2% – Phosphor. Und gerade blühende Pflanzen brauchen Phosphor. Um diese Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar zu machen, müssen sie erst durch Mikroorganismen in der Blumenerde zersetzt werden. Aber auch hier wird ein Nachdüngen wie bei mineralischen Langzeitdüngern unumgänglich sein.

Meist wird ein Düngen mit Mehrnährstoffdüngern ausreichen. In Einzelfällen wird uns die Pflanze jedoch einen Mangel anzeigen. Die eine schneller z.B. Petunie, die andere ist ein Spätanzeiger wie z.B. die Pelargonie. Vorwiegend geschieht dies bei bunten Kistchen Bepflanzungen. Starkzehrer hungern die schwächeren Pflanzen aus. Hier sollte punktuell nachgedüngt werden. Bei sehr kalkhaltigem Gießwasser kann es sein, dass uns Balkonblumen wie z.B. Petunien, Surfinien oder Bacopa den Mangel an Eisen anzeigen. Dies zeigt sich durch Aufhellungen der Blätter zwischen den Blattnerven. Dabei bindet der Kalk das Spurenelement Eisen und ist somit für die Pflanze nicht verfügbar. Jedoch ist ein gelbes Blatt nicht immer ein Nährstoffmangel, darum sollten sie Kontakt mit dem Profi-Team der Blumenschmuckgärtner aufnehmen.

Noch einige Tipps:

Füllen sie die Gießkanne zunächst halb mit Wasser, anschließend nach Dosierempfehlung die nötige Menge Dünger hinzugeben, durchmischen und zum Schluss das restliche Wasser ergänzen.

Was ist z.B. eine 0,2%ige Konzentration? Eine 0,2 %ige Konzentration eines Blumendüngers entspricht 2 g (Salz) oder 2ml(Flüssig) auf 1 Liter Wasser.

Es mit den Pflanzen nicht zu gut meinen – denn zu viel Dünger kann sich für manche Pflanzen auch als schädlich erweisen! So ist es wichtig, mit Fingerspitzengefühl zu Werke zu gehen.

Bei richtig ausgetrockneten Pflanzbehältnissen mit der Wassergabe langsam beginnen und nicht andauernd unter Wasser setzen. Denn die Wurzelspitzen haben einen Schaden davongetragen, und müssen sich erst neu bilden.

Düngegaben bei jedem Gießvorgang nur bei geringer Dünger Konzentration möglich. Sonst sind Wurzelschädigungen die Folge!

Düngen sie bei z.B. Surfinien oder Bidens nach vier bis sechs Wochen vorbeugend mit Eisendünger.

Wenn Mensch, Tier und Pflanzen wohl versorgt sind, steht einem erholsamen Sommertag nichts mehr im Wege. In der Hitze des Sommers wird der Mensch im Schwimmbecken plantschen, die Tiere werden im Schatten in den Tag hineinträumen und die Pflanzen werden uns dabei gesund, farbig und frisch anstrahlen.

Viel Freude mit ihren Sommerblumen wünschen ihnen Monika und Johann Heinz Posch