Garten & Blumen Meisterwerkstatt MJH Posch

Gartentipps Frühjahr

 

Stiefmütterchen oder Viole

Stiefmütterchen sind kleinbleibende Frühjahrsblüher, mit einer niedrigen Wuchshöhe. In der Natur kennen wir die im Wald und auf Wiesen vorkommenden Hundsveilchen (Viola canina) mit deutlich kleineren Blüten als die vom Gärtner kultivierten Stiefmütterchen mit den  auffälligen  großen Blüten, die aus 5 Segmenten bestehen und an einem langen Stiel sitzen.

Die Blütezeit ist vom Oktober/November des ersten Jahres, sowie ab März/April bis Ende August (wenn man sie so lange behält) des zweiten Jahres.  Die Stiefmütterchen mögen lieben den Halbschatten, vertragen aber nach Gewöhnung  auch volle Sonne. Am besten gedeihen sie in eigener Gartenerde oder Kompost. Jedoch bietet der Gärtner auch fertige Blumenerde an.

Stiefmütterchen sind bezüglich Nährstoffverbrauchs sehr genügsam. Da sie zudem nicht sehr groß werden, ist eine Düngung kaum erforderlich. Der Wasserverbrauch ist recht gering.  Grundsätzlich sind sie recht robust. Was die Substratfeuchtigkeit angeht ist ein austrocknen, bei hohen Temperaturen,  über einen Tag nicht zu empfehlen.

Da Stiefmütterchen bereits zeitlich im Frühjahr bei offenem Boden gesetzt werden können sind Schädlinge noch nicht in der Vollentwicklung. Allerdings sollte auf Blattläuse und pilzliche Schädlinge, wie Grauschimmel, Echter und Fahlscher Mehltau geachtet werden.

Vermehrung: Stiefmütterchen sind prinzipiell einjährig, wobei nach die Zweijährigkeit angegeben wird, da die Veilchen im August/September des 1. Jahres ausgesät werden und diese dann  im selben Jahr bzw. früh im darauf folgenden Frühjahr bereits blühen. Die Samen brauchen eine Erdtemperatur von unter 15 Grad, Keimdauer ca. 14 Tage.

Überwintern: Die meisten dieser Veilchen sind an das mitteleuropäische Klima angepaßt, sie sind sehr frostbeständig. In rauhen Lagen sollte man den pflänzchen einen leichten Winterschutz  (z.B. Stroh) verpassen.

Primeln (Primula)

Die Primeln (Primula) zählen zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae), ihre Gattung beinhaltet ca. 500 Arten zu der u. a. auch unsere einheimischen Schlüsselblumen gehören. Beheimatet sind sie auf der nördlichen Halbkugel und haben, augrund ihrer vielfältigen Zuchtformen (z. b. Primula acaulis), einen Stammplatz in vielen gärten. Als Frühblüher stehen sie für den beginnenden Frühling, gehandelt werden Primeln in der Regel von Januar bis April.

Pflege der Primel (Primula) als Zimmerpflanze

Eigentlich gehört die Primel in den Garten, im warmen Wohnzimmer verblassen die Blüten, bis sie das blühen schließlich ganz einstellt. Möchte man die Primel trotzdem als Zimmerpflanze kultivieren, sollte man ihr ein kühles Plätzchen, bei Temperaturen zwischen 5 und 15 grad anbieten. Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, Staunässe ist zu vermeiden. Der Standort darf hell bis halbschattig, ohne die direkte Mittagssonne sein. Gedüngt werden kann monatlich, mit Blühpflanzendünger in der halben Konzentration.

 Die Primel im Garten

Ist die Primel an einem halbschattigen bis schattigen Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon platziert, dann behält sie ihre Blätter das ganze Jahr über. An einem sonnigen Standort zeigen sie sich nur zur Blütezeit im Frühjahr. Primeln sind übrigens nicht nur Frühblüher, auch während kühlerer Perioden im Sommer können sie Blüten ausbilden. Oft setzt ihre Blütezeit bereits im Herbst ein.